Affiliate Marketing – zehn große Irrtümer und die wahren Vorteile

Quelle: Fotolia

Werbung von Kunden und Steigerung des Umsatzes über Partnerschaften ist längst ein etabliertes Konzept im Online-Handel. Externe Webseiten Empfehlen direkt oder indirekt ein Produkt oder setzen entsprechende Werbebanner ein. Beide Seiten verdienen an diesem System – der Werbepartner sowie der eigentliche Verkäufer. Wer Gewinn und Umsatz seines Online-Geschäftes steigern möchte, hat im Marketing über Affiliates ein handfestes Werkzeug zur Auswahl. Allerdings ranken sich um diese Werbemethode zahlreiche Irrtümer und Halbwahrheiten. Online Geld zu verdienen ist kein Selbstläufer und es gibt wichtige Grundregeln dafür zu beachten. Die folgenden Passagen klären über Schattenseiten, typische Fehleinschätzungen und die wahren Vorteile der Werbung von Kunden über die Partnerschaften auf.

1) Die wichtigsten Plätze sind bereits vergeben

Einen wirklich guten Partner zu finden, ist nicht immer einfach. Allerdings bleibt es dennoch möglich, im Internet sein Geld zu verdienen. Es existieren dafür zu viele positive Beispiele im Netz und ständig kommen neue hinzu, die den Sprung zu einem noch höheren Umsatz dank Partnerwerbung geschafft haben. Natürlich braucht es hierfür gute Ideen und Kontakte. Diese sind ein unschätzbar wertvolles Gut, dass nicht unbedingt bereitwillig mit jedermann geteilt wird. Anfängern sollten sich zunächst in kleinen Schritten üben und nicht gleich nach den Sternen greifen, um eigene Erfahrungen zu sammeln.

2) Geld verdienen über Partnerseiten ist leicht und schnell

Es wäre zu schön, um wahr zu sein: Der Aufwand fällt äußerst gering aus und gleichzeitig spült die Werbemaßnahme automatische frisches Geld in die Kassen. Bei großen Umschlagplätzen mit vielen Nutzern ist das möglicherweise richtig. Neueinsteiger haben es in der Regel jedoch schwer und müssen sich ihren Platz im Affiliate-Olymp hart erkämpfen. Geduld, Ausdauer und auch die Bereitschaft Rückschläge hinzunehmen gehören für Neulinge dazu.

3) Affiliates schrecken Kunden ab

Bannerflut und nervende Pop-ups – wer hat sie nicht satt? Natürlich lässt eine stümperhafte Marketingmaßnahme Kunden regelrecht verärgert zurück. Banner tragen an der Abneigung aber nicht grundsätzlich die Schuld. Verläuft die Integration weniger aufdringlich und gliedert sich gut in das vorhandene Seitendesign ein, wirken diese tatsächlich gar nicht anstößig.

4. Ein profitabler Partner macht keine Arbeit

Diese Annahme ist grundlegend falsch. Genauso wie der Markt ständig in Bewegung ist, müssen auch Werbemaßnamen ständig überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Die Konkurrenz schläft niemals und buhlt ebenso um attraktive Plätze bei Affiliate-Programmen. Eine solide Grundlage und Beziehung zur Zusammenarbeit ist unverzichtbar und benötigt daher auch entsprechendes Engagement.

5) Eine hohe Streuung maximiert den Umsatz

Um eine möglichst große Kundenanzahl zu erreichen, braucht man eine ebenso hohe Anzahl an Zuschauern auf der Partnerseite. Daher scheint es nur konsequent, möglichst viele Seiten in das Marketing einzubeziehen. Qualität geht jedoch stets vor Quantität. Denn nicht jeder Partner verspricht die gleiche Anzahl an Klicks und Einkäufen. Traffic und Seriosität sind die wichtigeren Bezugspunkte statt schiere Masse.

6) Der Auftraggeber sitzt am längeren Hebel

Engstirnig betrachtet mag diese Aussage richtig erscheinen. Dennoch gilt ein guter und kooperativer Umgang als unverzichtbar. Gemeinsame Absprechen und koordiniertes Vorgehen bei Änderungswünschen, Updates oder neuen Programmen schweißen die Partner zusammen. Dazu gehört auch die Einsicht in statistische Details der beworbenen Seite.

7) Affiliates lohnen sich nicht

Tatsächlich existieren recht kostspielige Vertreter mit fragwürdigen Geschäftspraktiken in der Branche. Allgemein interessiert sich der Großteil aber an einem fairen Miteinander, um gemeinsam Online Geld zu verdienen. Wenn der Shop noch sehr wenig Traffic besitzt und nur auf B2B-Geschäftsmodellen basiert, ist nicht jeder Anbieter richtig. Speziell für kleinere Teilnehmer gibt es entsprechende Angebote am Markt, die anhand der Webseiten-Performance abrechnen und keine kostspieligeren, festen Gebühren veranschlagen.

8) Ein Fuß in der Tür bringt den Rubel ins Rollen

Aller Anfang ist schwer: Einsteiger nutzen gerne geringe Provisionsangebote für ihre ersten Erfahrungen. Aber Qualität und Sales lassen sich nicht zum Dumpingpreis einkaufen. Abhängig bleibt dieses Vorgehen auch von der eigenen Geschäftsidee. Ohne herausragendes Alleinstellungsmerkmal ist eine Investition in einen ordentlichen Partner und Programmplatz auf lange Sicht unumgänglich.

9) Blogs sorgen für einen hohen Zulauf

Blogs gehören häufig zu den Wunschkandidaten von Auftraggebern. Allerdings hat ein Wandel in der Blogkultur diese Plätze unattraktiver werden lassen. Ehrlichkeit und authentische Artikel ohne parteiisch wirkende Werbung stehen nicht selten im Vordergrund. Beliebte Blogger, die sich für ein Affiliate-Programm bereiterklären, verkaufen ihren Platz allerdings nur gegen angemessene und teure Vergütung.

10) Retagerting ist längst obsolet

Kunden ohne abgeschlossenen Kauf auf Schnupperkurs zu halten, ist auf jeden Fall lohnenswert. Es gilt, die Zügel auf keinen Fall lockerzulassen. Allerdings darf das Retargeting keinesfalls penetrant oder gar belästigend wirken.

Vorteile von Affiliate Marketing – Win-win-Situation für Auftraggeber und Werbepartner

Selbstverständlich ist der gezielte Einsatz von Marketing über Partnerseiten ein profitables Geschäft. Schließlich gibt es handfeste Vorteile, die sich kein ernstzunehmender Wettbewerber entgehen lassen sollte. Das Marketingkonzept gehört fest zur Handels- und Werbekultur des Internets.

Gründe dafür sind simpel: Im Rahmen einer fruchtbaren Kooperation zwischen Händler und Seitenbetreiber soll der bereits vorhandene Traffic zusätzlich in echtes Geld umgemünzt werden. Durch die Platzierung von relevanten Inhalten auf Bannern der Zielwebseite werden Kunden zum Online-Shop weitergeleitet. Dadurch erhöht sich die Chance eines Verkaufs.

Als Vergütung bei erfolgreichem Klick oder Kaufabschluss erhält der Affiliate-Partner eine vereinbarte Provision. Diese Bezahlung bei erbrachter Leistung gibt dem Shop-Besitzer Sicherheit. Händler erreichen plötzlich eine viel höhere Anzahl an Menschen dank des Partnerprogramms. Diese Methode übertrifft traditionelle Werbung in seinem Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich.

Der sogenannte ROI-Wert (return on investment) liegt auf einem hohen Niveau und spricht daher für die Attraktivität dieser Maßnahme. Gleichzeitig lassen sich Nutzer und ihre Klicks bis in den Warenkorb verfolgen. Aus den erhobenen Daten können Bewegungs- und Entscheidungsprofile Auskunft geben, wie effektiv die bisherige Werbung tatsächlich neue Kunden anlockt. Dementsprechend können fehlgeschlagene Einsätze bei Bedarf schnell korrigiert werden.

Auch in Sachen Auswahl existieren spezialisierte Anbieter. Diese decken ein breites Spektrum an Handelsbereichen ab. Und der wohl wichtigste Vorteil: Der dafür notwendige Aufwand für Updates, Administration und Änderung fällt äußerst gering aus. Alle notwendigen Arbeiten können direkt von einem herkömmlichen PC aus erfolgen. Hoher Traffic beim Partner führt automatisch zu einem höheren Besucherstrom und Bekanntheitsgrad.

Für den Affiliate ergeben sich ebenfalls zahlreiche Vorzüge. Ein einfacher Einbau eines Werbebannes genügt bereits, um damit pro Klick Geld zu verdienen. Damit setzen Betreiber von gefragten Webseiten ihre Popularität in bare Münze um. Nennenswerte Kosten entstehen auf Seite der Affiliates keine. Es genügt bereits, sich einem Partnerprogramm anzuschließen. Im Anschluss fällt dann die Wahl auf den passenden Anbieter mit entsprechendem Kontext zu den dargebotenen Inhalten. Die erzielten Einkünfte laufen als reiner Nebenerwerb zu der eigentlichen Tätigkeit.

Das kann ebenso ein Shop sein, Blogs zu diversen Themen oder etwa ein Community-Portal. Hohe Flexibilität mit nur geringen Startkosten sind wahrlich überzeugende Argumente. Neben dem passiven Einkommen besteht nur Verantwortung für die korrekte Anzeige und Funktion des Werbebanners. Kundenkontakte, Reklamationen und das übliche Alltagsgeschäft bleibt weiterhin Sache der Auftraggeber. Verpflichtungen wie Arbeitszeiten oder Mindestumsatz existieren daher schlicht nicht. Zusätzliche Verdienste werden auch bei völliger Abwesenheit vor dem PC generiert.

Die Einstiegshürden sind auch für absolute Anfänger leicht zu meistern, da die Anforderungen an Fachkenntnisse sehr gering ausfallen. Für viele engagierte Hobbyisten bietet dies also Potenzial, durch den erarbeiteten Ruf der eigenen Online-Präsenz Einkünfte zu erwirtschaften – Geld verdienen kann so einfach sein. Affiliates treten nicht als Produzent einer Ware in Erscheinung.

Es entstehen keine Kosten für Vertrieb, Lagerung, Werbung oder Herstellung. Tatsächlich ist die Beliebtheit und somit der Traffic das eigentliche, zum verkauf stehende Produkt. Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Wechselbeziehung ist bei guter Umsetzung und der richtigen Adresse also für beide Teilnehmer ohne Zweifel eine Win-win-Situation.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.